Ein Umzug, der nicht auffallen sollte.
Redesign für den Label-Store von Musiklabel — neuer Schliff, ohne den Ursprung zu verlassen.
Die Ausgangslage
Der Anlass war technisch. Der Wunsch war, dass man es kaum merkt.
Musiklabel ist ein Metal-Label. Der Shop lief auf Shopware 5 — eine Version, deren Unterbau in die Jahre gekommen war. Der Umzug auf Shopware 6 war fällig, ob jemand ihn wollte oder nicht.
Der Wunsch dazu lautete nicht „endlich etwas Neues“, sondern eine Neuauflage mit frischem Schliff — erkennbar besser, aber nicht weit weg vom Bestehenden. Der Shop wird vor allem von Fans benutzt, die sehen wollen, was demnächst erscheint.
Die Frage war damit weniger, wie es besser aussieht, sondern wie viel Veränderung der Shop verträgt, ohne fremd zu wirken.
Was ich beigetragen habe
Gestaltung. Drei Entwürfe, alle von mir — der hier gezeigte war mein Favorit.
- Rolle
Gestaltung — drei Entwürfe für Startseite und Bausteine
- Zeitraum
2023
- Anlass
Umzug von Shopware 5 auf Shopware 6
- Methoden
Der Weg dorthin
Fünf Schritte. Angefangen haben wir mit Zuhören, nicht mit Zeichnen.
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.01
Den alten Shop ernst nehmen
Die Startseite baut auf dem auf, was im Shopware-5-Shop funktioniert hat. Was Fans dort angesteuert haben, ist geblieben — nur klarer sortiert. Beim Umzug wollten wir die gewachsenen Gewohnheiten nicht mit wegräumen.
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.02
Drei Entwürfe zur Wahl
Statt einen Vorschlag zu verteidigen, habe ich drei gebaut — unterschiedlich weit vom Bestehenden entfernt. So konnte das Label entscheiden, wie viel Veränderung es möchte. Das hat die Gespräche einfacher gemacht. Der hier gezeigte war mein Favorit.
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.03
Nach Format ordnen
Die Navigation führt über CD, Vinyl, Cassette, Boxsets und Merch — nicht über Genres. Gesucht wird hier nach Format, und der Produktname trägt die Spezifikation schon mit sich: „Ltd. Gatefold RED/BLACK SPLATTER 2-LP“.
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.04
Redaktion ohne Redaktion
Der Shop hat bewusst wenig Inhalt. Trotzdem braucht er das Gefühl von Neuigkeit. Das tragen ein Spotlight-Banner mit Bandfoto und Zitat sowie Kennzeichen wie NEU, TOP und EXCLUSIVE — Ein Magazin hätte laufend gepflegt werden müssen, und dafür war niemand vorgesehen.
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.05
Etwas dazugeben
Ein Slider für Neuerscheinungen, das Band-Banner und etwas mehr Schauwert kamen dazu. Wie viel davon bleibt, haben wir im Austausch abgesteckt — genug, damit sich die Neuauflage lohnt, wenig genug, dass niemand sich neu zurechtfinden muss.
Aus der Arbeit
Der Entwurf, den ich am liebsten mochte — einer von dreien. Zum Vergrößern anklicken.
Was daraus wurde
Ein Redesign, kein Neuanfang — so war die Aufgabe gestellt.
Der Shop steht auf neuer Technik und hat sichtbar an Schliff gewonnen, ohne dass die Oberfläche fremd wirkt. Welcher der drei Entwürfe umgesetzt wurde, lag beim Label — hier steht der, den ich selbst am stärksten fand.
Diese Arbeit steht hier bewusst neben den anderen, obwohl sie anders liegt: meine Rolle war Gestaltung, nicht Konzeption. Keine Nutzerforschung, keine Datenanalyse — die Aufgabe war, eine bestehende Handschrift zu schärfen und auf neue Technik zu bringen.
Was ich mitgenommen habe: Eine vorhandene Handschrift zu verstehen und vorsichtig weiterzudrehen, war schwieriger, als ich dachte. Bei einem Publikum, das den Shop seit Jahren kennt und ihn wegen des nächsten Releases öffnet, ist der zurückhaltende Entwurf jedenfalls nicht der bequemere.
- Entwürfe
- 3alle drei von mir, zur Auswahl gestellt
- Anlass
- SW6Umzug von Shopware 5, technisch getrieben
- Meine Rolle
- Designkein Konzeptprojekt, das gehört dazugesagt
So erreichst du mich
Fragen zu meiner Arbeit beantworte ich gern — eine Mail genügt.