Die Filter wurden zur Navigation.
Konzeption für einen Shop mit Sammlermodellen — gestaltet hat eine Kollegin.
Die Ausgangslage
Ein Katalog, den man nicht durchblättern kann. Nur durchsuchen.
Sammlermodelle verkauft Modelle von Landmaschinen und Baumaschinen — Sammlerstücke, ausdrücklich nicht für Kinder unter vierzehn. Ein Sortiment aus tausenden Varianten, in dem sich zwei Artikel oft nur im Maßstab unterscheiden.
Wer hier sucht, kommt mit sehr konkreten Vorgaben: ein Fendt, im Maßstab 1:32, von einem bestimmten Modellhersteller, am besten sofort lieferbar. Eine Kategorienavigation bekamen wir dafür nicht sinnvoll aufgebaut — man müsste sie in fünf Dimensionen gleichzeitig aufspannen.
Dazu kam eine praktische Frage: Ein Sortiment dieser Größe kann niemand von Hand pflegen. Die Seiten mussten sich weitgehend aus den Produktdaten selbst füllen und trotzdem bedienbar bleiben.
Was ich beigetragen habe
Konzeption von Anfang an. Die Gestaltung kam aus dem Team.
- Rolle
Konzeption der Seitentypen, später Social Media, Affiliate und E-Mail
- Zeitraum
2024 bis 2025, danach laufende Betreuung der Kanäle
- Gestaltung
von einer Kollegin — aus Zeitgründen, und sie fügt sich gut ein
- Danach
Betreuung der Kanäle, dabei Wechsel von Brevo zu Klaviyo
- Methoden
Der Weg dorthin
Fünf Schritte. Der zweite war der, um den sich alles gedreht hat.
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.01
Früh dabei sein
Ich war von der Konzeption an im Projekt. Das war hier hilfreich: An der Struktur lässt sich später kaum noch etwas ändern, und die Struktur war in diesem Shop die eigentliche Aufgabe.
-
.02
Filter zur Hauptsache machen
Sechs Filterspalten stehen nebeneinander: Originalhersteller, Maßstab, Modellhersteller, Produktart, Maschinenart, Verfügbarkeit. Sie sind aufgeklappt statt zugeklappt, und jede hat ein eigenes Suchfeld — bei hunderten Herstellern kamen wir mit einer Liste zum Scrollen nicht weit. Die Größenordnung erklärt, warum: rund <strong>17.200 Artikel</strong>. Eine Kategorienavigation, die das sinnvoll aufteilt, gibt es nicht.
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.03
Pflegeaufwand klein halten
Unterkategorien und Produktkacheln entstehen aus den Daten, nicht aus redaktioneller Arbeit. Wir haben bewusst nach einem schlanken Kompromiss gesucht: so viel Automatik wie möglich, so viel Funktion wie nötig.
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.04
Das Modell zeigen, nicht andeuten
Die Produktseite stapelt große Bilder über die halbe Seitenbreite, statt sie in eine Miniaturgalerie zu sperren. Bei Sammlerstücken ist die Ausführung ein großer Teil des Produkts — deshalb sollte man sie sehen können, bevor man die Beschreibung liest.
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.05
Nach dem Shop die Kanäle
Später kamen Social Media, Affiliate-Marketing und der Newsletter dazu, zwischendurch der Wechsel von Brevo zu Klaviyo. Ein Shop, der über Filter funktioniert, wird nicht durchstöbert — die Leute mussten also anders hineinfinden.
Aus der Arbeit
Konzeptionsstand — die spätere Gestaltung stammt von einer Kollegin. Zum Vergrößern anklicken.
Was daraus wurde
Ein Konzept, das getragen hat — und Zahlen, die ich nicht zeigen darf.
Der Shop ist über die Filter bedienbar geworden, ohne dass jemand tausende Varianten von Hand einsortieren muss. Die Gestaltung kam aus Zeitgründen von einer Kollegin — sie fügt sich gut in das ein, was vorher konzipiert war, und das ist keine Selbstverständlichkeit.
Für die Kanäle danach gilt: Reichweite und Werbewirkung liefen gut, die konkreten Zahlen darf ich nicht veröffentlichen. Ich nenne sie deshalb hier nicht — eine Fallstudie mit ungefähren Andeutungen wäre schlechter als eine ohne.
Was mir geblieben ist: Ich hatte Filter bis dahin als Nebenfunktion behandelt, die man am Ende anschraubt. Hier waren sie die eigentliche Navigation. Ob es wirklich so viel ausmacht, sie offen statt zugeklappt zu zeigen, wie wir vermutet haben, kann ich allerdings nicht belegen.
- Filterspalten
- 6offen statt zugeklappt, jede mit eigener Suche
- Gestaltung
- Teamvon einer Kollegin, nicht von mir
- Werbezahlen
- —liefen gut, dürfen aber nicht veröffentlicht werden
So erreichst du mich
Fragen zu meiner Arbeit beantworte ich gern — eine Mail genügt.