11Sammlermodelle

Die Filter wurden zur Navigation.

Konzeption für einen Shop mit Sammlermodellen — gestaltet hat eine Kollegin.

02Problem

Die Ausgangslage

Ein Katalog, den man nicht durchblättern kann. Nur durchsuchen.

Sammlermodelle verkauft Modelle von Landmaschinen und Baumaschinen — Sammlerstücke, ausdrücklich nicht für Kinder unter vierzehn. Ein Sortiment aus tausenden Varianten, in dem sich zwei Artikel oft nur im Maßstab unterscheiden.

Wer hier sucht, kommt mit sehr konkreten Vorgaben: ein Fendt, im Maßstab 1:32, von einem bestimmten Modellhersteller, am besten sofort lieferbar. Eine Kategorienavigation bekamen wir dafür nicht sinnvoll aufgebaut — man müsste sie in fünf Dimensionen gleichzeitig aufspannen.

Dazu kam eine praktische Frage: Ein Sortiment dieser Größe kann niemand von Hand pflegen. Die Seiten mussten sich weitgehend aus den Produktdaten selbst füllen und trotzdem bedienbar bleiben.

03Rolle

Was ich beigetragen habe

Konzeption von Anfang an. Die Gestaltung kam aus dem Team.

Rolle

Konzeption der Seitentypen, später Social Media, Affiliate und E-Mail

Zeitraum

2024 bis 2025, danach laufende Betreuung der Kanäle

Gestaltung

von einer Kollegin — aus Zeitgründen, und sie fügt sich gut ein

Danach

Betreuung der Kanäle, dabei Wechsel von Brevo zu Klaviyo

Methoden
  • Informationsarchitektur
  • Filterkonzept
  • Datengetriebene Seiten
  • Kanalbetreuung
  • KPI-Definition
04Vorgehen

Der Weg dorthin

Fünf Schritte. Der zweite war der, um den sich alles gedreht hat.

  1. .01

    Früh dabei sein

    Ich war von der Konzeption an im Projekt. Das war hier hilfreich: An der Struktur lässt sich später kaum noch etwas ändern, und die Struktur war in diesem Shop die eigentliche Aufgabe.

  2. .02

    Filter zur Hauptsache machen

    Sechs Filterspalten stehen nebeneinander: Originalhersteller, Maßstab, Modellhersteller, Produktart, Maschinenart, Verfügbarkeit. Sie sind aufgeklappt statt zugeklappt, und jede hat ein eigenes Suchfeld — bei hunderten Herstellern kamen wir mit einer Liste zum Scrollen nicht weit. Die Größenordnung erklärt, warum: rund <strong>17.200 Artikel</strong>. Eine Kategorienavigation, die das sinnvoll aufteilt, gibt es nicht.

  3. .03

    Pflegeaufwand klein halten

    Unterkategorien und Produktkacheln entstehen aus den Daten, nicht aus redaktioneller Arbeit. Wir haben bewusst nach einem schlanken Kompromiss gesucht: so viel Automatik wie möglich, so viel Funktion wie nötig.

  4. .04

    Das Modell zeigen, nicht andeuten

    Die Produktseite stapelt große Bilder über die halbe Seitenbreite, statt sie in eine Miniaturgalerie zu sperren. Bei Sammlerstücken ist die Ausführung ein großer Teil des Produkts — deshalb sollte man sie sehen können, bevor man die Beschreibung liest.

  5. .05

    Nach dem Shop die Kanäle

    Später kamen Social Media, Affiliate-Marketing und der Newsletter dazu, zwischendurch der Wechsel von Brevo zu Klaviyo. Ein Shop, der über Filter funktioniert, wird nicht durchstöbert — die Leute mussten also anders hineinfinden.

05Einblicke

Aus der Arbeit

Konzeptionsstand — die spätere Gestaltung stammt von einer Kollegin. Zum Vergrößern anklicken.

01 / 05
  • Startseite im Konzeptionsstand: freigestelltes Modell mit Preis, daneben vier Einstiege zu Marken, Herstellern, Modellen und Aboshop
    Startseite — vier Einstiege: Marken, Hersteller, Modelle, Aboshop · vergrößern
  • Kategorie: sechs Filterspalten nebeneinander, jede aufgeklappt und mit eigenem Suchfeld
    Das Herzstück — sechs Filter, offen statt zugeklappt, jeder mit eigener Suche · vergrößern
  • Unterkategorie mit automatisch erzeugten Kacheln der untergeordneten Bereiche
    Unterkategorien entstehen aus den Produktdaten, nicht aus Redaktionsarbeit · vergrößern
  • Produktseite: großes Bild über die halbe Breite statt einer Miniaturgalerie
    Produktseite — ein großes Bild statt einer Miniaturgalerie · vergrößern
  • Weiter unten auf der Produktseite folgt das nächste große Bild untereinander
    Darunter das nächste, und das nächste — man scrollt durch das Modell · vergrößern
06Ergebnis

Was daraus wurde

Ein Konzept, das getragen hat — und Zahlen, die ich nicht zeigen darf.

Der Shop ist über die Filter bedienbar geworden, ohne dass jemand tausende Varianten von Hand einsortieren muss. Die Gestaltung kam aus Zeitgründen von einer Kollegin — sie fügt sich gut in das ein, was vorher konzipiert war, und das ist keine Selbstverständlichkeit.

Für die Kanäle danach gilt: Reichweite und Werbewirkung liefen gut, die konkreten Zahlen darf ich nicht veröffentlichen. Ich nenne sie deshalb hier nicht — eine Fallstudie mit ungefähren Andeutungen wäre schlechter als eine ohne.

Was mir geblieben ist: Ich hatte Filter bis dahin als Nebenfunktion behandelt, die man am Ende anschraubt. Hier waren sie die eigentliche Navigation. Ob es wirklich so viel ausmacht, sie offen statt zugeklappt zu zeigen, wie wir vermutet haben, kann ich allerdings nicht belegen.

Filterspalten
6offen statt zugeklappt, jede mit eigener Suche
Gestaltung
Teamvon einer Kollegin, nicht von mir
Werbezahlen
liefen gut, dürfen aber nicht veröffentlicht werden
07Kontakt

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